Archive for the ‘Lyrik’ Category

Glück, wie schreibt man dich?

Montag, September 8th, 2008

Wenn alles auf einmal sinn macht
die sonne auch in der nacht scheint
wenn das herz am morgen nach einem neuen tag ruft
und der atem ins stocken kommt wenn man
schönheit sieht wo man sonst nur leere sah
wenn du die melodie der welt verstehst und
laut mitsingst

dann möchte ich dir schreiben
deinen namen kennen
dein freund bleiben

du bist..

Freitag, August 8th, 2008

Heute morgen dachte ich du bist wie der regen,
doch du bist auch hagel,
sonne,
schnee
bist wie?
das wetter?
doch das klingt so hart

Wenn ich sage du bist wie die farbe rosa,
dann stimmt das nicht
bist auch rot,
hellblau,
du bist alle farben,
doch das ergibt:
weiss

Du klingst wie eine einzelne Violine,
wenn alle anderen Instrumente aufgegeben haben
bist auch eine ganze Sinfonie,
Kinderlied,
Abzählreim,

du bist wie…

Musik

Ich lass dich fliegen

Freitag, April 4th, 2008

Schau in den himmel
Siehst du die blaue unendlichkeit
Breite deine flügel aus
Sie sind viel weiter als du denkst

Blick in die höhe
Spüre den wind in deinem gesicht
Deine kräftigen schwingen werden dich schon tragen
Hab keine furcht, und erhebe dich zur sonne

Ich werde dir zuschauen
Ein teil von dir ist immer bei mir

Eine feder
Eine zarte umarmung
Ein kuß

Mare Incognita

Montag, Februar 4th, 2008

Der kompaß zerschlagen
der nachthimmel bedeckt
und kein Land in Sicht

Das schiff macht volle fahrt
wellen aus blauem Licht
fast wie im flug geht es voran

Keine richtung, fahr ich im kreis?
bin ich schon zu weit gefahren oder
muss ich wieder zurück

Die sonne brennt auf dem einsamen deck
ich allein auf dem vorderdeck, im ausguck
schau gebannt auf die grenze zwischen wasser und himmel

Dann suche ich dich
mein herz hat dich schon längst entdeckt
vielleicht kann ich dich morgen finden

Was ist wichtig

Sonntag, Januar 20th, 2008

Das neue jahr und ich verstehen uns ganz gut,
ich hab viel vor mit ihm

Das neue jahr hält mich manchmal ein wenig zurück,
will mich nicht scheitern sehen

Ich dränge und schupse ihn manchmal zu sehr
dann treffen wir uns in der mitte

Eins habe ich ihm versprechen müssen:
jedes seiner vielen kinder zu lieben

Die schönheit der welt spiegelt sich in dir

Sonntag, Januar 20th, 2008

Du bist ein ozean an einem sommermorgen,
wenn die stille, blaue welt erwacht
und der warme wind der langsam vom horizont mir entgegen kommt,
meine noch müde haut umgibt

Bist ein tiefes tal, stumm geborgen durch deine ältesten freunde,
den schneebestäubten bergen, und zur nacht
zart zugedeckt durch eine liebende hand aus nebelschwaden

Und wenn weidenkätzchen durch dünne zweige brechen,
wasserperlen an grashalmen glitzern,
birkenblätter vor glück applaudieren

Sehne ich mich nach deinem lachen

Letzte Nacht

Freitag, Dezember 21st, 2007

wenn wir zusammen sind
möchte ich immer dinge tun
die dich beeindrucken

auf ein Autodach steigen, auf einen Laternenmast klettern,
mich mitten auf die breite Straße stellen und meine Arme weit ausbreiten

ich mag es wie du ein wasserglas an deinen mund führst
wie elegant du dein besteck beim essen benutzt

am ende der nacht spüre ich deine hand auf meiner
ich möchte dich fragen ob ich bleiben kann, einen kuss lang, eine nacht

ich schweige, denn die makellosigkeit dieser nacht soll nicht zerstört werden

schon jetzt denke ich an meinen heimweg, das erinnern, die sehnsucht

heute können mich alle mal, den heute abend bin ich glücklich

Spaziergang mit einer Unbekannten

Freitag, Dezember 21st, 2007

Irgendwann spüre ich Deinen Arm ganz nah bei mir
Es ist so, als würden wir uns schon immer kennen
und würden uns niemals fremd

Du lächelst gerade so lang, dass ich Mut bekomme
an uns zu glauben

Wir gehen ohne Ziel, zu zweit, allein
Hier haben die Straßen freundliche Namen
und die vielen schrägen Winkel durchkreuzen das
Schachbrettmuster der Stadt

In einem Schaufenster sehen wir ein weißes Schaukelpferd
„Später werden wir ein Haus haben, wo so etwas reinpasst, ja?“
„Und einen alten Flipper mit Supermannmotiven!“

Alles riecht nach Kuchen und Freundschaft
Deine Stimme klingt wie Kies, der mit Honig bestrichen wurde

Herzklopfen

Freitag, Dezember 21st, 2007

Mein Herz schlägt und ich kann es hören.
Kennt ihr dieses dumpfe Rascheln aus der Gegend des Brustkorbes?
Meine linke Herzkammer ist viel zu klein, der Arzt sagt es sei O.K.

Mein Herz liegt ruhig im roten Saft, es wird nie aufhören, immer schlagen, für mich, für uns Beide.
Immer schlagen?

Ich hab mal das unglaublich schnelle Klopfen eines Katzenherzes gespürt. Sie war aus dem Fenster gestürzt und nach Stunden fand ich das verängstigte Etwas zwischen Mülltonnen, ganz verschmutzt.
Dann nahm ich es in meine schützenden Arme und da war es: dongdongdongdongdong.

Eine Freundin lag auf meiner Brust, ich fragte sie, ob sie was für So-und-so empfindet: dongdongdongdong.

Ich hatte zuviel getrunken, viel zu viel. Der nächste Tag war schrecklich:
Dongdongdong.

Es gibt Dinge, die man erst beachtet, wenn sie schief laufen.

Märchenbahn

Freitag, November 30th, 2007

Als Kind saß ich in einer Märchenbahn
Kleine Wagen, rote Feuerwehrautos, Kutschen mit bunten Rädern
Ich war aufgeregt, legte die Hände an das weiße Rad und lenkte
Du musst genau sein, siehst du die Spur?
Eine Kurve, noch eine, dann wieder eine lange Gerade
Die erste Runde hatte ich geschafft.

Ich freute mich,
ich konnte etwas,
mein Auto blieb immer genau in der Spur
Niemals würde ich meine Hände nur ein wenig lockern,
denn du lenkst, du lenkst!
hoffentlich ist diese Fahrt niemals vorbei

Noch heute sitze ich in dieser Märchenbahn,
traue den Schienen nicht, halte das Lenkrad ganz fest
den Griff mal ein wenig lockern?

niemals
nie